6 Vorhersagen für die Zukunft der Arbeit

 

  • 7HRFNYC7GU

Auch wenn wir noch keine holographischen Konferenzanrufe halten können, ist es Forschern im Bereich der Unternehmens-Anthropologie möglich Vorhersagen über die Richtung zu machen, in die sich unsere Arbeitswelt bewegt. Was ganz sicher ist: Schon heute sind die Tage vorbei, wo Entscheidungen in der Organisationsstruktur von oben nach unten gefällt wurden und jeder einfach nur „seinen Job erledigen“ muss. Es gibt aber noch viele andere Entwicklungen, die sich abzeichnen. Wir zeigen die Vorhersagen der Zukunftsforscherin Dana Ardi.

Der Arbeitermarkt wird wachsen

Dadurch, dass künstliche Intelligenz, die Robotik und Technologien zur Automatisierung stetig verbessert werden und sich immer weiterverbreiten, werden Menschen bald keine standardisierten Routine-Aufgaben mehr erledigen müssen. Deswegen wird sich auch die Art der Arbeit verändern, so wie es bei der Industrialisierung eine Veränderung zur Routinisierung gab. Stärkere globale Netzwerke bedeuten, dass wir Zugang zu allen Arbeitern der Welt haben werden.

Diese neue Dynamik wird nicht nur die Effizienz von Organisationen erhöhen, sondern auch verändern, was es bedeutet, internationalen Teams zu „managen“. Damit wird es den Wettbewerbsdruck bei Organisationen erhöhen, Sprachen und Kulturbewusstsein zu integrieren, um die talentiertesten Arbeiter der Welt anzulocken.
Kollaboration wird die Norm sein

Um in der zukünftigen Umgebung erfolgreich zu sein, müssen die Unternehmen – und damit auch die Angestellten – gut zusammenarbeiten. Deswegen wird „Teamwork“ noch wichtiger als heute werden. Unternehmen, die klassische „Befehls-“Strukturen besitzen, werden schlicht nicht mithalten können. Während die alten Methoden aussterben, werden Arbeitgeber auf der Suche nach Innovationsförderern und Visionären sein. Menschen, die gut mit Daten umgehen können und die Fähigkeit haben, einen Arbeiterpool zu leiten, der von hoher Vielfalt geprägt ist, werden damit immer wichtiger.
Die Spezialisierung wird noch wichtiger

Je flacher und vernetzter die Arbeitsstrukturen werden, desto wichtiger wird es, für einzelne Personen ihre spezifischen Fähigkeiten zu verbessern und ein hohes Niveau von Spezialisierung zu entwickeln. Das wird dazu führen, dass die Arbeitsprozesse effektiver werden.
Soziale Netzwerke werden zu Partnerschaftsmöglichkeiten

Arbeiter auf allen Stufen werden sich auf sozialen Netzwerken selber vermarkten müssen, Partnerschaften schliessen und Einfluss kreieren, indem Sie dort Geschäftsbeziehungen schliessen, die auf ihrer Spezialisierung basieren.
Jeder wird ein Unternehmer werden

Leute werden für und mit einer grossen Zahl von Kunden und Partnern gleichzeitig arbeiten. Zur gleichen Zeit werden diese einzelnen Menschen mehr Kontrolle über ihre eigene Arbeit haben. Vor allem auch über die Art und Weise der Kompensation. Damit wird jeder sein eigener Unternehmer
Individuelle Beiträge werden belohnt, statt einer festen Lohnskala zu folgen

Weil die Arbeiter ein grösseres persönliches Netzwerk und damit auch persönliche Kundenbeziehungen haben werden, wird es möglich sein, grössere finanzielle Belohnungen zu erhalten, als im ineffizienten hierarchischen System, wo die Personen an der Spitze der Pyramide sich selber bezahlen. Die Belohnung wird damit mehr an den eigenen Beitrag gebunden werden, statt an einen künstlichen Titel.

 

Die Arbeit der Zukunft wird sich von der heutigen Zeit in einiger Hinsicht unterscheiden, und wie schon Louis Pasteur im Jahr 1854 bemerkt hat: „Das Glück begünstigt nur einen vorbereiteten Geist.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.